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Verbandsversammlung 2015

Sorgen über Bürokratie und mangelnden Nachwuchs

Zur Verbandsversammlung, die am 14.03.2015 im Gemeindezentrum Künzell stattfand, konnte Lothar Mihm, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, 247 Teilnehmer und Teilnehmerinnen willkommen heißen, darunter 137 stimmberechtigte Delegierte.

 

 

 

Als Gäste konnte Lothar Mihm unter anderem Landrat Bernd Woide, Künzells Bürgermeister Peter Meinecke sowie den Landtagsabgeordneten Markus Meysner begrüßen. Der Einladung waren außerdem Silvio Burlon, Direktor der Hessischen Landesfeuerwehrschule, der Brandschutzdezernent des Regierungspräsidiums Kassel Erwin Baumann sowie der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes Kurhessen-Waldeck Werner Bähr gefolgt. Weiterhin befanden sich Vertreter der Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen sowie befreundeter Organisationen unter den Gästen.

Wie in den Jahren zuvor, waren die Berichte aus den einzelnen Sparten zuvor im Internet veröffentlicht worden. Den Bericht des Vorsitzenden ergänzte Lothar Mihm im Anschluss an die Totenehrung mit einem Hinweis auf drei  bevorstehende Zukunftskonferenzen zu dem Thema Vorstandsarbeit, die im April an drei verschiedenen Orten im Landkreis stattfinden. Außerdem führte Lothar Mihm aus, dass der Druck der „Flüstertüte“ – Mitteilungsorgan des Kreisfeuerwehrverbandes und der Kreisjugendfeuerwehr – aus Kostengründen eingestellt und durch einen Newsletter in digitaler Form ersetzt werde. Der Versicherungsschutz für Feuerwehrangehörige, so der Vorsitzende weiter, sei durch einen neuen Rahmenvertrag zur Unfall- und Haftpflichtversicherung zwischen dem Land Hessen und der Unfallkasse Hessen deutlich verbessert worden.

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Schädel hob hervor, dass bei der Förderung von Feuerwehrhäusern seitens des Landes Hessen derzeit eine außerordentlich hohe Zuteilung gäbe. Ferner ging er auf das Problem ein, dass es bei den Lehrgängen auf Landkreisebene den Trend zu immer kurzfristigeren Absagen gebe und erhoffte sich hierfür künftig wieder eine bessere Disziplin. Zu der derzeit vermehrt geführten Diskussion über das Datenverarbeitungsprogramm Florix und dem damit verbundenen bürokratischen Aufwand betonte Bernd Schädel, dass ein Mindestmaß an Datenpflege erforderlich sei, um reelle Auswertungen zu den Feuerwehrmitgliedern und deren Einsätze zu erhalten und dass der Aufwand überschaubar sei, wenn man die Daten regelmäßig aktualisiere. Zu der ebenfalls immer wieder geführten Diskussion, wieviel Ausbildung ein Wehrführer brauche, wies Bernd Schädel darauf hin, dass es bei mangelnder Ausbildung des Wehrführers meist auch Defizite in der Mannschaft gebe. Zum Erhalt und der Verstärkung der Einsatzabteilungen bestehe das größte Potenzial bei den Frauen, so Bernd Schädel und wies, wie bereits im Vorjahr, auf die Tatsache hin, dass die meisten Austritte aus den Einsatzabteilungen bei den 41- bis 60-jährigen Feuerwehrleuten zu verzeichnen wären. Es sei dringend geboten, sich über diese Entwicklung Gedanken zu machen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hohmann berichtete, dass 30% der Jugendfeuerwehren im Landkreis Nachwuchssorgen hätten und auch die Zahl der Wechsel aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung geringfügig zurückgehe. Die Zahl der Jugendgruppen im Landkreis habe sich durch eine Zusammenlegung um eine auf 138 reduziert. Steffen Hohmann rief dazu auf, kleine und schwache Gruppen von allen Seiten aus zu unterstützen. Für das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in diesem Jahr habe sich nach langer Suche nun doch noch ein Ausrichter gefunden. Es findet vom 6. bis 8. August konzentriert auf ein Wochenende in Großenlüder statt.
Auch Kreisstabführer Lothar Theisen stellte in seinem Bericht rückläufige Mitgliederzahlen bei den elf Feuerwehrmusikzügen heraus und benannte die Zahl der derzeitig Aktiven auf 400.  Die Zahl der Auftritte in 2014 sei hingegen gestiegen. Aus diesen hob Lothar Theisen die Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen des Musikcorps Tann sowie zum 60-jährigen Bestehen des Orchesters der Freiwilligen Feuerwehr Dirlos hervor. 2015 werde sich man mit mehreren Aktionen dem Ziel „Nachwuchs finden – Nachwuchs binden“ widmen.

Eine positive Bilanz zog Bernward Münker-Breidung im Rahmen seines Berichtes bei der Entwicklung der Feuerwehr-Kindergruppen im Landkreis, deren Zahl inzwischen auf 19 gestiegen sei. Von den Betreuerinnen und Betreuern seien 773 Stunden für die Vorbereitung der Gruppenstunden sowie die Aus- und Fortbildung aufgewendet worden. Besonders erwähnte Bernward Münker-Breidung den Kreisfeuerwehrtag 2014 mit dem Motto „Treffen der Generationen“, bei dem sich die Kindergruppen sehr gut eingebracht hätten. Bei seinem Ausblick rief Bernward Münker-Breidung dazu auf, sich nicht immer wieder dem „Virus“ Demografiewandel ausgeliefert zu fühlen, sondern hoffnungsvoll und mit Erzeugung emotionaler Bindung das Ehrenamt Feuerwehr auszufüllen. Dabei sei es wichtig, sich nicht auf einzelne Gruppen zu konzentrieren, sondern immer wieder die jeweilige Feuerwehr als Ganzes im Blick zu haben.

Einstimmig genehmigt wurde der durch Kassenwart Bernd Veltum vorgelegte Kassenbericht für 2014 ebenso wie der vorgestellte Haushaltsplan für 2015 in Höhe von 175.000 Euro. Im Anschluss daran erfolgte die Ehrung einiger Feuerwehrangehörigen mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Bronze. Für besondere Verdienste ausgezeichnet wurden zudem mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze die Kameraden Thorsten Braun (Gersfeld), Helmut Kremer (Hünfeld), Matthias Fischer (Neuhof), Gerhard Brehl (Hofbieber) sowie Michael Hilger (Künzell).

In seinem Grußwort dankte Künzells Bürgermeister Peter Meinecke den Feuerwehren für ihre Arbeit und hob besonders die gute Zusammenarbeit der Künzeller Ortsteilwehren hervor. Er versicherte, dass in Künzell die notwendigen Investitionen für das Feuerwehrwesen sichergestellt seien und brachte seine Freude über den unlängst angeschafften Teleskopmast zum Ausdruck.

Landrat Bernd Woide konnte nichts wirklich Neues zu dem „leidigen und schwierigen Thema“ Kreisbrandinspektor berichten. Und so hob er erneut die Leistung des Stellvertreters Bernd Schädel hervor und bedankte sich ausdrücklich für seine Arbeit. Herausforderung für die Zukunft sei das Schaffen einer neuen Leitstellenstruktur. Damit seien bauliche Maßnahmen auf dem Gelände der Feuerwache Fulda ebenso verbunden wie die Aufstockung des Personals. Geregelt werde dies in einer neuen Leitstellenvereinbarung zwischen Stadt und Landkreis Fulda.  Die Ausstattung mit neuer Technik bedürfe der Unterstützung durch das Land Hessen.

Auf dieses Thema ging auch Erwin Baumann, Brandschutzdezernent beim Regierungspräsidium Kassel, ein. Derzeit laufe die Ausschreibung und er hoffe auf eine Auftragsvergabe bis zum Jahresende. Bei dem Datenverarbeitungsprogramm Florix sei angestrebt, dass alle Verwaltungsaufgaben, die in den Feuerwehren anfallen, künftig damit abgedeckt werden können.

Silvio Burlon, Direktor der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel, überbrachte die Grüße des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Dr. Ralf Ackermann und bedankte sich beim Kreisfeuerwehrverband für die Ausrichtung von Lehrgängen auf Kreisebene im Auftrag der Schule. Als positiv bewertete Silvio Burlon, dass inzwischen alle Lehrgangsanmeldungen über Florix abgewickelt werden können und das der Übungscontainer „Fire Dragon“ dieses Jahr in nochmals verbesserter Version wieder den Feuerwehrleuten zu Übungszwecken zur Verfügung stehe. Die Kosten werden vom Land Hessen getragen. In diesem Zusammenhang hob Silvio Burlon hervor, dass Hessen das einzige Bundesland sei, dass den Kommunen die Lohn- bzw. Gehaltskosten für die Zeit erstatte, in der ein Feuerwehrangehöriger einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule absolviert.

Markus Meysner, Mitglied des Hessischen Landtags, überbrachte die Grüße der CDU-Landtagsfraktion und überreichte eine Geldspende. Er werde sich dafür einsetzen, dass bei der Problematik einer möglichen Trinkwasserverunreinigung bei Wasserentnahme aus dem öffentlichen Trinkwassernetz eine verträgliche Regelung gefunden werde. Stellvertretend für die Nachbarkreise richtete Dr. Sven Holland, Kreisbrandinspektor im Vogelsbergkreis, sein Grußwort an die Versammlung. Für die Sparkassenversicherung (SV) bedankte sich Detlef Reich bei den Feuerwehren für ihre Arbeit und zeigte sich etwas enttäuscht, dass es zum Teil bei Feuerwehren, die seitens der SV mit mobilen Rauchverschlüssen ausgestattet wurden, eher verhaltene Reaktionen gegeben habe. Für 2015 wolle die SV hessenweit Jugendliche im Ehrenamt fördern und hierfür einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro stiften.

Per Abstimmung einigte sich die Versammlung auf die Austragungsorte für die Verbandsversammlung in den drei folgenden Jahre:
- 12.03.2016 in Hofbieber
- 11.03.2017 in Burghaun
- 10.03.2018 in Hofbieber

Durch eine Wortmeldung aus den Reihen der Versammlung kam schließlich noch das Thema „Erste-Hilfe-Ausbildung“ auf die Tagesordnung. Seitens der beruflichen Unfallversicherungsträger wurde diese allgemein von 16 auf 9 Stunden reduziert. Hierzu nahm Silvio Burlon Stellung und betonte, dass man Feuerwehrleute nicht mit betrieblichen Ersthelfern vergleichen könne. Seitens aller Leiter der Landesfeuerwehrschulen habe man sich darauf geeinigt, dass 16 Stunden Erste-Hilfe-Ausbildung beibehalten werde. Er sei zuversichtlich, dass mit den Unfallkassen zeitnah eine entsprechende Vereinbarung getroffen werde. (wj)

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© Kreisfeuerwehrverband Fulda